Ana Tijoux – „Vengo“

Heute erscheint Ana Tijoux neues Album „Vengo“. Es ist wohl ihr bisher stärkstes Werk. Ana Tijoux ist kompromisslos – immer mit dem Kopf durch die Wand, vielseitig und ihre Musik ist wie immer ein geniales hin und her zwischen HipHop und Pop.

Ana Tijoux wurde 1977 geboren, drei Jahre nach Beginn der Pinochet-Diktatur in Chile. Ihre Eltern flohen damals nach Frankreich und so kam sie in Frankreich zur Welt und verbrachte dort ihre Kindheit. Als Jugendliche ging sie dann mit ihrer Familie zurück nach Chile und musste sich dort vielen kulturellen und sprachlichen Herausforderungen stellen.

Ana Tijoux

In den 90er Jahren machte sie sich als MC der Latin-Formation Makiza einen Namen und fing 2006 eine Solokarriere an.

Mit ihrem neuen Studioalbum „Vengo“ kehrt sie nun zu ihren Wurzeln zurück. In ihren Texten thematisiert sie oft soziale Missstände – wie Gentrifizierung, die Unterdrückung von Frauen und Armut, aber auch Gefühlsdinge. Zu ihren Texten wird sie oft auch durch die großen französischen Schriftsteller beeinflusst. Klar, die Zeit in Frankreich hat sie geprägt.

„Vengo“ ist ein fantastisches Album, der Sound ist unheimlich fett und der Mix aus HipHop und Pop wirkt immer frisch und frech. Südamerikanische Elemente sind in Ana Tijouxs Musik genau so zu finden, wie rotziger Rap. Nicht ohne Grund wird sie gern mit Lauryn Hill verglichen. Dieser Vergleich ehrt sie und passt doch auch nicht, denn Ana Tijouxs Muisk klingt nach Ana Tijoux.

Absolut hörenswert!!!

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