Boiband – „The Year I Broke My Voice“

Schräg aber auch geil

Das Projekt Boiband ist den Hirnen von Tucké Royale und Hans Unstern entsprungen, welche Anfang 2016 aus der Idee Realität werden ließen. Für „The Year I Broke My Voice“ das ja auch das Debütalbum ist holten sie sich dann noch Black Cracker als drittes Bandmitglied dazu.

Den Dreien zu Folge steht Boy mit I für die Problematisierung von Mannsein als Penis-Talent, für einen nachträglich erworbenen Stimmbruch, für die Akzeptanz schwangerer Daddies und für die Effeminisierung des Abendlandes. So beschreiben es zu mindest der mehr als exzentrische „Radikal-Chansonnier“ und „Sprachskeptiker“ Hans Unstern („Performance Wunderkind“ und „Siebenkämpfer der Subkultur“), Tucké Royale und „Berlin’s hottest Hip Hop artist at the moment!“ und „7-Billion-Dollar-Face“ Black Cracker.

BOIBAND Cracker Royale Unstern by Ute Langkafel MAIFOTO
Die Songs entstammen den Federn von Unstern und Royale. Black Cracker hat die Beats beigesteuert und die passenden Sounds kreiert. Am Ende des Prozesses findet sich nun eine unverwechselbare musikalische Mischung.

Wo Unstern in schwindelerregenden Höhen singt, klingt Royale eine Oktave darunter mit ordentlich Pathos in den Stimmbändern. Die selbstgebauten Harfen, von Unstern gezupft, geschlagen und gestrichen, bilden den organischen Angelpunkt der Harmonien, und treffen auf Crackers urbane Sounds und Arrangements und werden schließlich von Royales analogem Schlagzeug zurück in die Garage geschickt.

Die unkonventionelle Instrumentierung der Boiband verzichtet auf eine klassische Besetzung und verlässt gewohnte musikalische Erzählweisen. So kommt das Debut-Album „The Year I Broke My Voice“ in einer ganz eigenen Temperatur daher.

Die empowernden Pop-Songs bestechen in ihrer kollektiven Autorenschaft durch epische Verse. Text und Musik beschreiten zusammen einen innovativen Weg in die Zukunft und rufen uns von dort aus zu, dass das bessere Leben kein blasser Traum ist. Bei Boiband gehen politische Inhalte und Glamour zusammen.

Ich weiß nicht ob „The Year I Broke My Voice“ wirklich wichtig für den Fortbestand der Menschheit ist, wie es in
Der Fuchs geäußert wurde, aber klar ist das hier beinahe alle bestehenden Grenzen gesprengt wurden. Ob das wirklich gut ist bestimmt aber am Ende das Publikum.

„The Year I Broke My Voice“ wurde im Frühjahr 2016 im Gorki Studio in Berlin und auf Kampnagel in Hamburg uraufgeführt.

Boiband – „The Year I Broke My Voice“ erscheint am 25.08.2017 via Staatsakt/Caroline International als CD, LP und Digital.

Boiband Tourdaten:
05.08.17 Augsburg, Friedensfest
25.08.17 Berlin, Pop-Kultur
20. – 23.9.2017 Hamburg, Reeperbahn Festival

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