CULTON – Tickets und Mode

Zu Gast bei einer echten Institution im Peterssteinweg. (Text: Ali Tschertow)

CULTON gibt es mittlerweile schon seit über 20 Jahren und genau diese Tatsache war ein hervorragender Grund, mal mit Ines Wangemann darüber zu reden.

Seit 1992 gibt es CULTON Ticket. Ursprünglich hieß der Laden Ullis, doch schon bei Ullis gab es Geschenkartikel und später auch Tickets. Ines – die sympathische Unternehmerin – stieg bereits 1991 in das bestehende Geschäft ein und übernahm den Laden im Jahr 1992. Mit der Geschäftsübernahme wurde dann auch der Name von Ullis in CULTON geändert. Für Ines Wangemann war es der Start in die Selbstständigkeit und auch für den Laden war es ein Neustart, denn nun fing das kleine Geschäft auf dem Peterssteinweg an sein Gesicht zu ändern und sich in das zu wandeln, was wir heute als CULTON Ticket kennen.

CULTON Ticket ist wohl die kultigste Vorverkaufsstelle in Leipzig. Das Klima in diesem knuffigen Laden ist familiär und das Alter der dort Arbeitenden bewegt sich zwischen 20 und 50 Jahren. Neben den Tickets und Bons werden bei CULTON Ticket auch Geschenkartikel und Postkarten angeboten. Das ist wie mir scheint ein genialer Schachzug, denn oft entscheidet sich der Postkartenkunde auch noch ganz spontan für Konzert- oder Theaterkarten, der Ticketkäufer findet gleich noch ein ergänzendes Geschenk und manchmal kauft jemand eine Lichterkette, schaut zu diesem Zweck erstmalig in den Laden – findet ihn umwerfend und macht dann Familie und Freunde darauf aufmerksam.

Das Besondere an CULTON Ticket ist ganz bestimmt das Angebot und die individuelle Gestaltung des Ladens. Aber ein Geschäft ist nichts ohne seine Verkäufer. Die bei CULTON Ticket sind einfach toll – denn sie sind meistens gut gelaunt und zu dem haben sie echt Ahnung von den angebotenen Dingen. Da kann man sich wirklich beraten lassen. Im Zweifelsfall wird noch eine zweite und dritte Meinung von Kollegen oder weiteren Kunden eingeholt, im Hintergrund läuft fast immer herrlich entspannte Musik und wenn es doch mal länger dauert, dann gibt es natürlich einen Kaffee.

Ganz ähnlich ist es mit dem Modeladen CULTON M. Man schrieb das Jahr 1995, als CULTON M das Licht der Welt erblickte. Die Entscheidung einen Modeladen zu eröffnen war, so Ines Wangemann: „zwangsläufig“. Bereits im Ticket- und Geschenkeladen bot sie immer wieder auch Kleidung an und weil das Angebotene nie 0815 war und die selbe Individualität wie das Geschenksortiment besaß, wurde Ines häufig von Kunden und Freunden angesprochen, ob sie nicht auch einen Modeladen betreiben wolle.

Steter Tropfen höhlt den Stein. So wurde aus den Tipps von Kunden und Freunden eine Idee, aus der Idee wurde ein Plan und als zwei Häuser weiter ein Laden frei wurde – schrie der Plan nach Umsetzung. Für die Gestaltung des schlauchartigen Lädchens holte sich Ines einen Berliner Metallbildhauer, der das besondere Umfeld für besondere Mode schuf.

Für CULTON M gilt was auch für CULTON Ticket gilt. Denn auch hier ergänzen sich die angebotenen Stücke und das Personal ganz vortrefflich. Es geht nicht darum dem Kunden in Rekordzeit irgend etwas zu verkaufen und ihn gleich wider loszuwerden. Bei CULTON M werden besondere Stücke verkauft und das geht nur in einer entspannten Atmosphäre. Ein kleines Sofa lädt zu Beratungsgesprächen mit Kaffee und schöner Musik ein und die Mädels lassen sich komplett auf ihre Kundinnen ein.

So wird der Kleiderkauf zum Wellnessvergnügen.

Beide CULTON Läden befinden sich im Peterssteinweg. Vom Zentrum und vom S-Bahnhof Leuschnerplatz sind es keine 5 Minuten dort hin. Wer aus der Südvorstadt kommt und in Richtung City muss, kommt um CULTON nicht herum und ein Blick in die Läden lohnt sich fast immer.

 

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