Designer’s Open 2015

Es ist wieder da: DAS Design-Event schlechthin in Leipzig und Umgebung! (Text: Amira Schauki)

Wie hab ich mich drauf gefreut.. Der Geruch von poliertem Holz, frisch gedruckten Büchern und völlig überteuerten Crêpes. Messe-Zeit, schönste Zeit. Auch in diesem Jahr strömten Designer aus allen Ecken Deutschlands und auch Europa in die Glashalle der neuen Messe. Mittendrin: Ich, auf der Suche nach den neuesten Trends.

Bereits im letzten Jahr war ich Besucherin der Designer’s Open und wandelte begeistert zwischen Kleiderständern und Möbelstücken. Unikate über Unikate, hochwertige Stoffe und ausgefallene Innovationen wo das Auge nur sieht! Ein wahres Paradies für Design-Begeisterte und ein schwarzes Loch für den Geldbeutel, denn Qualität hat seinen Preis, das ist klar. Doch davon ließ ich mich nicht beirren. Für mich galt: Erst gucken, dann anfassen (aber nur wenn ich es mir leisten konnte! :). So begann also meine Reise durch das Wunderland mit activeART und Galerist Steve Uhlig, dessen Galerie für internationale Kunst ihren Sitz sogar in Leipzig hat. Wir plauderten kurzerhand über Kunst, Kameras und Kollegen während wir Live-Künstler TASSO beim Sprayen zu sahen. Danach zog es mich vorbei an den Büchern zu heimathlet, die mich trotz akrobatischer Künste weder zum Kauf, noch zum Heimsport motivieren konnten und KASPA. mit beeindruckenden Lampeninstallationen. blechmöbel hätten mich fast gehabt, hätte ich mir nicht die Finger am Preisschild verbrannt, ebenso wie MA COULEUR mit ihren feingliedrigen, zarten Schmuckstücken..

Auch interessant: Die Kiss & Tell Community, einer Art Schirm-Gemeinschaft, unter der sich viele tolle Unternehmen versteckten. Meine Favoriten: BETONIU (seid wann sind Ringe aus Beton eigentlich trendy?),  STADTSCHWÄRMER (die mich glatt auf ein veganes, glutenfreies rosanes Getränk in die Blogger-Lounge einluden) und MAAT (die mir eine exklusive Auswahl von Designerstücken präsentierten). Näheres dazu findet ihr auf ihrer Website. An den begeisternden Entwürfen der LSOD (Leipzig School of Design) kam ich auch in diesem Jahr nicht vorbei, ebenso wenig wie an namenhaften Möbelmarken wie MASSIVUM.

Letztlich verliebte ich mich in ein Kleid von pratofiore. und einen Siebdruck von Buchstabenorte und kaufte mir „100 Contemporary Fashion Designers“ für nur 19,99€, nahezu ein Schnäppchen! Im Rahmen der Messe besuchte ich übrigens auch noch Bretz. Mehr dazu erfahrt ihr im Porträt:

Bretz – Aus Tradition durchgeknallt

Schüchtern stolper ich nach Ladenschluss durch die immer noch offen stehenden Türen des großen Backsteinhauses, in dem sich eines der ältesten Möbelgeschäfte Leipzigs versteckt –Bretz. Es riecht nach frischem Leder und Kaffee. Ein großer Mann mit Brille, Volker Korn, Inhaber des Geschäfts und stolzer Verkäufer außergewöhnlicher Designermöbel begrüßt mich freundlich. Nach einem nostalgischen Plausch über vergangene DO’s führt er mich herum und gewährt mir einen Einblick in die fröhlich-frische Welt der Polsterstücke. Es empfangen mich Leoparden-Prints, Samt in Glanz-Optik und blutrote Canapé’s. Die Farben sind grell, die Muster schrill doch auf eine merkwürdige Art und Weise harmoniert alles mit einander. Jedes Teil individuell gestaltet und doch haben sie alle eine Gemeinsamkeit: Sie sind herrlich unkonventionell. Ich beteure Volker, dass ich treue Kundin werde, sobald es das Konto zulässt und wir sind uns in jenem Punkt einig, der mich bereits den ganzen Tag beschäftigte: Das Studentenleben ist nicht für Designermöbel bestimmt. Traurig darüber, nur auf IKEA ausweichen zu können, verabschiedete mich.
Doch ich versprach, bald wiederzukommen.

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