Feeder – „All Bright Electric“

Eine enorm kraftvolle Rückkehr.

„All Bright Electric“ ist bereits das neunte Album der Band aus England. Ich muss gestehen das ich als letztes „Echo Park“ und „Comfort in Sound“ also Album Nummer drei und vier wahrgenommen habe. So sind also vier Alben unbemerkt an mir vorbei gegangen.

Nun also das Album Nummer neun und wieder machen Feeder das was sie am besten können – laute melodische Musik, die schiebt und die Füße zum mittippen zwingt.

Die Band hatte in ihrer Bandgeschichte viele Schicksalsschläge zu verkraften und dennoch durchquert der rostige Supertanker Feeder ganz souverän das Meer des Musikbusiness. Feeder hatte so einiges zu verkraften. Da war der Selbstmord von Gründungsmitglied Jon Lee, ein völlig ausgebrannter Tourbus oder die Rückkehr von Mark Richardson zu seiner alten Band Skunk Anansie und dennoch fand die Band immer wieder die Kraft weiter zu machen. Am Ende zog Feeder auch neue Kraft aus dem Erlebten und ging gestärkt aus den Krisen heraus.

feeder band

Musikalisch sind Feeder die geblieben die sie waren und hier wird es kompliziert, denn die Musik klingt gut, aber eben auch nicht mehr. Ja, hitpotential hätte der eine oder andere Titel wohl, aber Innovation findet nicht wirklich statt. Feeder bedient das Bewährte – macht definitiv gute Musik – aber Neues … Fehlanzeige. Die Hooklines sind super fett und hauen einen aus den Latschen und ruhige Passagen sind auch ganz toll, klingen aber irgendwie nach Wayne Hussey (The Mission).

Also sie sind zurück, ja. Aber bringen Feeder auch Neues? Am besten bildet ihr euch selbst eine Meinung. Reinhören lohnt sich allemal.

Feeder – „All Bright Electric“ wurde am 07. Oktober bei Cooking Vinyl / Sony veröffentlicht.

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