„French Women – Was Frauen Wirklich Wollen“

Wer behauptet eigentlich zu wissen was Frauen wollen, wenn es viele Frauen doch offenbar selbst nicht wissen.

Eine gewagte Behauptung meinerseits – die ich auch nicht wirklich mit konkreten Fällen untermauern kann, aber es klingt so schön reißerisch. Ganz ähnlich verhält es sich übrigens mit dem neuen Film von Audrey Dana. Der Titel verspricht etwas – was er so nicht halten kann. Aber dafür erwartet den Zuschauer eine sommerliche Komödie, die vor allem schöne Frauen und wenig Handlung präsentiert.

Zum Inhalt: Es ist Frühling und wir sind in Paris. Und eben in dieser Hauptstadt der Liebe kreuzen sich die Wege von elf Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Was sie jedoch alle eint, ist die gemeinsame Jagd – die Jagt nach Liebe, Glück und Freundschaft.

Da gibt es die freiheitsliebende Jo – gespielt von Audrey Dana – sie hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann, der frisch von seiner Frau ertappt, plötzlich bei ihr einzieht. Als dann am Wochenende auch noch seine Teenager-Kinder auf ihrem Sofa sitzen minimiert sich das große Glück ganz enorm. Jos Freundin Agathe – die von Laetitia Casta gespielt wird – glaubt noch an die wahre Liebe. Blöd nur, dass ihr nervöser Magen sie in die peinlichsten Situationen bringt. Die Karrierefrau Rose – gespielt von Vanessa Paradis – leitet ein millionenschweres Unternehmen, erkennt jedoch irgendwann, dass sie nicht eine einzige Freundin hat. Kurzerhand beauftragt sie ihre junge Assistentin Adeline (Alice Belaïdi) mit der Suche. Adeline selbst ist gerade mit Freundschaftsdiensten ausgelastet, deckt sie doch ihre Freundin Ysis – gespielt von Géraldine Nakache. Die Mutter von vier Söhnen hat sich nämlich soeben unsterblich in die Babysitterin Marie (Alice Taglioni) verliebt…..

Es ist eine herrlich verworrene Geschichte voller Esprit und Witz, die unberechenbar, leidenschaftlich und albern, schlau, eifersüchtig und etwas neurotisch daher kommt. Mit „French Women – Was Frauen Wirklich Wollen“ erleben wir eine Tour d’Amour durch Paris. Die Story bietet unheimlich viele Möglichkeiten, doch beißt sich Audrey Dana an allem offensichtlichen fest und verpasst es so, der Geschichte das Besondere zu geben. Auch ist es fraglich, ob die Verpflichtung von Models ein Garant für beste Schauspielleistung ist – aber letztendlich ist es eine schöne Sommer-Komödie, die blendend unterhält und die vielen verwendeten schönen Beine täuschen uns ganz leicht über etwaige Schwächen des Films hinweg.

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