„Mein ziemlich kleiner Freund“

Unterhaltsames Sommerkino Made in France.

Zwar ist der Sommer am ersten September schon so gut wie vorbei, aber Geschichten die einen amüsanten Kinoabend versprechen gehen auch im Hebst ganz gut.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Diane (Virginie Efira) kommt nach einem offenbar anstrengenden Tag nach Hause. Sie entledigt sich ihrer Schuhe und lässt sich ein Bad ein, als ihr Festnetztelefon klingelt. Eine männliche Stimme fragt: „ist da Zuhause“? Da meldet sich doch jemand über ihr verloren geglaubtes Handy. Die sehr schöne Männerstimme möchte ihr das Telefon nur bei einem gemeinsamen Abendessen zurückgeben. Und weil die Stimme nicht nur kultiviert sondern auch noch sehr charmant ist willigt Diane ein.

mein ziemich kleiner freund - das date

An dieser Stelle entscheidet sich oft was das für ein Film werden soll. Wird sie an einen verlassenen Ort gelockt und begegnet dort ihrem Mörder oder bekommt sie ein tolles Abendessen mit ihrem Prinzen. Laurent Tirard (Regie und Drehbuch) und Mitautor Gregoire Vigneron haben sich für den Prinzen entschieden, ihm aber seine normalerweise stattliche Größe genommen. Der Prinz heißt Alexandre – gespielt von Jean Dujardin – und ist nicht mal 1,40 m groß. Ups, da ist Diane doch leicht konsterniert und wenn Alexandre nicht so gut mit seiner Körpergröße und seinem Mund umgehen könnte, dann würde es vielleicht doch noch ein fieser Film. Aber Alexandre ist ein cooler Typ und am Ende hat er nicht nur ein Abendessen mit einer tollen Frau sondern auch noch ein zweites Date.

Das sich hier eine Liebesgeschichte entspinnt ist wohl jedem klar, doch Alexandres so gut wie nicht vorhandene Körpergröße sorgt für viele blöde, peinliche und vor allem immer wieder witzige Situationen.

Mit „Mein ziemlich kleiner Freund“ ist Laurent Tirard ein durchaus amüsanter Film gelungen, der seinen Esprit den Schauspielern Virginie Efira, Jean Dujardin und Cédric Kahn verdankt. So ein Thema kann auch ganz hervorragend nach hinten losgehen, doch in diesem Fall macht es irrsinnig viel Spaß, den Fortgang der Geschichte zu beobachten und den nächsten Lacher vorherzuahnen.

„Mein ziemlich kleiner Freund“ ist definitiv kein Problemgeladener Kinofilm über dessen Botschaft man trefflich bei Wein und Zigaretten diskutieren könnte, aber dafür ist es eine echt süße Liebeskomödie, die einen zum Lachen bringt und die vielleicht einen nicht so gelungenen Tag etwas schöner macht.

„Mein ziemlich kleiner Freund“ kommt am 1. September in die Kinos.

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