Suralin – „No Star“

Chemnitz ist ja oft im Zusammenhang mit Überalterung und toten Innenstädten im Gespräch, aber Chemnitz hat eben auch eine kleine und sehr gut funktionierende Musikszene. (Text: Ali Tschertow)

Vielleicht hätte man es ahnen können, als 1999 der Journalist Markus Neumann mit seiner Freundin einen kleinen Club namens Dr. Dr. Bartholdy in Chemnitz eröffnete. Neumann schuf damals einen Spielplatz für Freunde etwas anderer Musik – fern dem Mainstream und der Hardcore-Mucke alternativer Jugendzentren. Es ging ja auch nicht darum ein Jugendzentrum zu schaffen, es ging um Raum für gute Musik. Im Dr. Dr. Bartholdy gab es tanzbaren Jazz, Soul, Funk und alles was neben der Spar lag, so lange es nur gut war. Mit Jan Kummer (AG Geige) hatte Markus Neumann einen Mitstreiter, der neben einer Fangemeinde auch noch unglaublich gute Kontakte hatte. Als Neumanns Tage bei der „Freien Presse“ gezählt waren, übernahm eine hoch motivierte Gruppe um Jan Kummer den Club und so wurde das Atomino geboren.

Und jetzt zurück zur Musik: „No Star“ das aktuelle Album der Chemnitzer Band Suralin verspricht uns keinen Sternenhimmel, kein Radio-Format-Diktat, kein Liebeslied. Und das ist auch ein Statement.

Die Noiserocker von Suralin veröffentlichen am 02. Oktober 2015 mit „No Star“ ihr mittlerweile drittes Album auf dem neu gegründeten Label Atomino Tonträger – was meine lange Einleitung erklärt. Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 sind die Vier in der Chemnitzer Musikszene aktiv und so ist es nur logisch, dass sie ihr neues Album auf dem Label des legendären Atomino veröffentlichen. Bereits ein Jahr nach ihrer Gründung veröffentlichten Suralin ihr Debüt-Album „Leda“ auf dem bandeigenen Label Sweet Home Records. 2011 folgte mit „A General Dogsbody“ ihr 2. Album, das auf Cargo Records veröffentlicht wurde. Bereits im letzten Jahr haben die vier Chemnitzer die Songs für ihr neues Album geschrieben. Aufgenommen wurde sie dann bei Wolfgang Möstl (Sex Jams, Mile Me Deaf, Killed By 9V Battery) in Graz. Am Ende der Aufnahmesessions gab es dreizehn Songs – von denen es 10 auf das neue Album schafften. Der Sound von Suralin ist wunderbar klar und kompromisslos, so dass man von absout feinstem Indie-Rock sprechen kann – der schon viele Fans hat und noch mehr dazu gewinnen wird.

„No Star“ von Suralin erscheint am 02.10.2015 bei Atomino Tonträger / Broken Silence.
Bevor es im Oktober auf große Deutschlandtour geht, spielen Suralin am 12. September auf dem Kein Kultur Festival in Bonn. Die Veröffentlichung von „No Star“ feiern die Chemnitzer selbstverständlich im Atomino. Alle weiteren Tourdaten findet ihr hier.

Suralin live:
12.09.15 – Bonn – Kein Kultur Festival
02.10.15 – Chemnitz – Atomino
14.10.15 – Berlin – Monarch
15.10.15 – Hamburg – Molotow
16.10.15 – Leipzig – Ilses Erika
22.10.15 – Hohenstein-Ernstthal – Rathaus
20.11.15 – Jena – Café Wagner
22.11.15 – Netzschkau – Borwaerk
26.11.15 – Dresden – Ostpol
04.12.15 – Wuppertal – Börse
05.12.15 – Köln – Limes

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