„The Limehouse Golem“

London ist immer für einen Mord gut

 „The Limehouse Golem“ ist der neuste Film von Juan Carlos Medina, der schon mit „Insensibles“ im jahr 2012 für einiges Aufsehen sorgte.

Der Film führt uns in das London des Jahres 1880. Im heruntergekommenen Stadtteil Limehouse treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Dieser bringt seine Opfer nicht nur einfach um, er geht besonders grausam vor und hinterlässt Botschaften, geschrieben auf Latein – mit dem Blut der Opfer. Das ganze wirkt so derart brutal, dass die Menschen hinter den Taten ein Monstrum vermuten.

the limehouse golem

Inspektor Kildare (Bill Nighy) ist mit der Aufklärung des Falls beauftragt. Seine Chefs sind an einer schnellen Lösung interessiert, damit wieder Ruhe in der Bevölkerung einkehrt. Die Ermittlungen führen Kildare schließlich in die Music Hall von Dan Leno (gespielt von Douglas Booth). Dieser Laden ist in Limehouse sehr beliebt und im Umfeld des „fahrendes Volks“ gibt es genügend zwielichtige Gestalten.

Was für eine geniale Kulisse. Das London der ausgehenden 19. Jahrhunderts, dunkle und neblige Straßen, blutrünstige Morde, Schauspieler von denen man nie weiß ob sie gerade sie sind oder ob sie nur eine Rolle spielen und Karl Marx. Ja richtig, Karl Marx! Der sitzt immer in der Bibliothek und arbeitet an seinen die Welt verändernden Schriften. Marx ist für die Geschichte eigentlich völlig unwichtig, aber es in ein witziges Detail und es zeigt wie auch scheinbar Nebensächliches einen Film aufwerten kann.

„The Limehouse Golem“ kommt am Donnerstag den 31.08.2017 in unsere Kinos und dieser Titel steht für einen perfekten Kinoabend. Also angucken!

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