The Naked And Famous – „Simple Forms“

Neuseeland erobert die Charts

Man bekommt ja immer recht wenig von dem mit, was sich am anderen Ende der Welt so tut. Doch manchmal entwickeln sich Geschichten so enorm, dass wir an ihnen nicht vorbei kommen. Zu diesen „Dingen“ gehören auch The Naked And Famous.

Als sie im Jahr 2010 mit ihrem Song „Young blood“ in die Musikgeschichte brachen nahm man sie noch nicht wirklich ernst. Die Band rangierte erst mal unter dem Label Onehitwonder. Sie lieferten damals einen echten Festivalkracher, eine Breitseite aus Gitarren und Elektrosounds die bis heute nicht abflaute.

Mit „Simple Forms“ bescheren The Naked And Famous ihr drittes Album. Auch „Simple Forms“ ist wieder unsagbar fett produziert. Hier hat jemand den Kompressor voll aufgedreht. Die Tracks sind sehr eingängig und so wird die Band wohl auch in diesem Jahr wieder diverse Festivals mit ihrem Sound bereichern.

Schade ist es wenn man das Gefühl nicht los wird, als würde sich eine Band in eine gefährlich triviale Ecke bewegen. Es ist schon krass. Während Track No. 2 „The Water Beneath You“ brachial und doch so massenkompatibel wie ein Helene Fischer Konzert daher kommt, ist in „My Energy“ erstmals Thom Powers Stimme zu hören. Auf einmal kippt alles und plötzlich wirken die ersten beiden Tracks direkt punkig. Leider bin ich in der Schlagerecke nicht so zu Hause, dass ich Helene Fischer als Synonym für belanglos und noch steigern könnte.

The Naked And Famous haben mit „Simple Forms“ ein Album erschaffen mit dem sie noch mehr kleine Mädchen ansprechen werden und was sich wohl noch besser verkaufen wird. Musikalisch haben sich The Naked And Famous aber keinen Gefallen getan, denn kantenlose Musik ist vielleicht was für den Moment, aber nichts von Dauer.

The Naked And Famous haben mit „Simple Forms“ erscheint am 10. Februar 2017.

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