Peel Dream Magazine – „Agitprop Alterna“

Wenn Inhalt kein Indiz für schlechte Musik ist….

Mit „Agitprop Alterna“ veröffentlichen die New Yorker ihr zweites Album. Gut anderthalb Jahre haben Peel Dream Magazine an den Tracks für das zweite Album gearbeitet und der Aufwand hat sich durchaus gelohnt. Die neue Platte mixt den eher lieblich verträumten, feinen Sound der Band mit sehr melodischen und wunderbar unharmonischen Tönen.

Das kommende Album versteht sich als Hommage an den verspielten Twee von Bands wie My Bloody Valentine oder den frühen Stereolab. Weitere Inspirationsquellen der New Yorker sind sicher die Musik von Yo La Tengo und Rocketship. So treffen sich in der Msuik von Peel Dream Magazine chaotisch dröhnender Minimalismus und klassischer Indie-Pop. Inhaltlich befasst sich jeder Song auf „Agitprop Alterna“ dem Thema der persönlichen Freiheit, Manipulation und Fehlinformation.

Peel Dream Magazine ist das musikalische Projekt von Joe Stevens aus New York City. 2018 gründete er die Band und schon das Debüt „Modern Meta Physic“ kam bei der Kritik bestens an. Es war auch eine Hommage, in diesem Fall eine Verneigung vor dem Dream-Pop der 90er Jahre. Die Platte war eine gelungene Mischung aus tollem Songwriting, beinahe pedantischer Präzision und psychedelischem Klangimpressionismus.

Aber zurück zum anstehenden Album „Agitprop Alterna“. Diese Platte lebt von Stevens und Jo-Anne Hyun wunderbar interagierenden Stimmen, der super lässigen Verträumtheit und klanglichen Unmittelbarkeit der Musik. Hier folgt man den Brecht’schen Vorstellungen von Kunst als Werkzeug zur Anregung der Aktion. Es ist eine Ablehnung von Manipulation in all ihren Formen und ein Aufbegehren gegen die Selbstgefälligkeit.

„Agitprop Alterna“ von Peel Dream Magazine ist Musik für wache Köpfe.

Peel Dream Magazine – „Agitprop Alterna“ erscheint am 03. April 2020 via Tough Love Records.