Pinky Pinky – „Turkey Dinner“

Die frühen Velvet Undetground lassen freundlich grüßen

Das ist keine Kritik, ich liebe die Songs aus der Frühphase von The Velvet Underground. Mit unter klingen die Lieder so als sollten sie nicht auffallen, als wären sie eine Klangkollage. „Du musst nicht zuhören, wir spielen das eigentlich nur für uns“ könnte das Motto da hinter sein. Sehr L.A., sehr cool 😉

 PinkyPinky Band aus L.A.

Den Anfang nahm Pinky Pinky als Schülerband in der HighShool, wo die drei besten Freundinnen bereits zwei EPs veröffentlichten und nun will das Trio aus Los Angeles durchstarten.

Der Sound bewegt sich irgendwo zwischen rotzigem Garage-Rock, Surf Punk und schrägem Indie-Rock, was aufhorchen lässt, neugierig macht und das nicht nur in L.A..

Mit „Turkey Dinner“ kommt nun endlich das Debüt-Album von Schlagzeugerin und Sängerin Anastasia Sanchez, der Gitarristin Isabelle Fields und Bassistin Eva Chambers. Sie spielen in klassischer Bass-, Schlagzeug- und Gitarrenbesetzung aber nicht nach den Regeln des Genres. Sie leben in der Musikhochburg Los Angeles und sorgen nicht zuletzt durch Sanchez‘ markante Stimme für Aufsehen. Fields erzählt über die musikalische Entwicklung des Trios: „Wir haben wirklich versucht zuerst punkig zu sein, dann kam Psychedelic-Rock und noch der Blues hinzu. Schließlich kamen wir an den Punkt an dem uns klar wurde, dass wir uns nicht auf eine Sache fokussieren müssen.“

Produziert wurde das Debut der Drei von Jonny Bell und Hanni El Khatib in Long Beach. „Turkey Dinner“ zeigt sich herrlich unprätentiös, verrückt, roh und unvorhersehbar. Diese Musik macht Spaß, wohl weil sie sich nicht so wichtig nimmt. Man kann Hinhören und im schwammigen Garage-Sound versinken, doch kann man auch Weghören und das Trio als angenehmen Hintergrundsound wahrnehmen. Beides hat seine Legitimation. Man darf gespannt sein was als nächstes von ihnen kommt.

Pinky Pinky – „Turkey Dinner“ erscheint am 14.09.2019 via Innovative Leisure/Membran/H’ART.

Heute spielen Pinky Pinky im Auster Club – Berlin