Sasami Ashworth – „SASAMI“

 Statement oder Zugeständnis?

Es ist eine zugegebenermaßen böse Frage. Aber wenn das Debütalbum einer echt guten Künstlerin am Weltfrauentag veröffentlicht werden soll und das Label ausdrücklich darauf verweist, so ist diese Spekulation berechtigt.

Andererseits ist Domino kein Label welches sich gern verbiegt. Und so unterstellen wir einfach mal – das es einen Veröffentlichungstermin geben muss und nun ist es halt der 08.03.2019. Nebenbei bemerkt ist es ja auch eine Stellungnahme.

Sasami Ashworth

Sasami Ashworth (photo credit: Alice Baxley)

Aber zur Platte: Jeder der schon einmal einen zu langen Text an jemanden verfasst und dann nicht abgeschickt hat, wird vermutlich etwas von sich selbst auf „SASAMI“, dem Debütalbum der gleichnamigen Künstlerin, finden. “Es ist eine Mischung aus einem Tagebuch und einer Sammlung von Briefen, die geschrieben, aber nie abgechickt wurden, an Menschen, mit denen ich auf die eine oder andere Weise eng verbunden war”, erklärt die aus Los Angeles stammende Songwriterin und Multi-Instrumentalistin Sasami Ashworth.

Sie schreib die zehn Tracks des Albums im Laufe der letzten zehn Jahre, in denen sie mit Cherry Glazerr auf Tour war. “Ok, vielleicht sind es eher überdramatische Entwürfe von Texten, die man im Notizen-Bereich des iPhones verfasst, aber so oder so sind es Texte, die mir dabei geholfen haben, seelischen Ballast über Board zu werfen.” In einem Instagram-Post, der die Veröffentlichung von “Callous” ankündigt, einer gespenstischen Ballade, die den Zerfall einer Beziehung über wütenden Gitarrenriffs dokumentiert, fasst sie die Inspiration hinter ihrem fesselnden konfessionellen Debüt noch deutlicher zusammen: “Everyone I fucked and who fucked me last year.”

Erst sah sie das Schreiben von Songs nur als Gelegenheit, ihre Gitarrenkenntnisse zu verbessern. Doch Irgendwann, sie war ja sowieso die meiste Zeit auf Tour, entschied sie sich die Miete für ein Appartment zu sparen und das Geld statt dessen lieber für Studiozeit zu verwenden.

Obwohl das Material an dem sie arbeitete zutiefst persönlich ist und war, wurde die Platte, die aus diesen Sessions entstand von Joo Joo und Thomas Dolas (Studio 22) koproduziert. Herausgekommen ist der Sound von Ashworth, die mit ihren Freunden viel Spaß im Studio hatte. Devendra Banhart und Beach Fossils’ Dustin Payseur treten als Background-Sänger auf, Joo Joo und Bandkollegin Cameron Allen sind an Gitarre und Schlagzeug zu hören.

Adult Contemporary“, eine echt spacige Träumerei, die die existentielle Unsicherheit unserer Zeit widerspiegelt, wurde mit einer All-Star-Crew von knallharten LA-Frauen eingespielt. Darunter die französische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Soko am Gesang, Hand Habits’ Meg Duffy an der Gitarre, Alvvays’ Schlagzeugerin Sheridan Riley am Schlagzeug und Anna Butters am E-Bass und Standbass.

Und so schießt sich der Kreis: Dieses Album ist keine Anbiederei, dieses Album ist eine klare Stellungnahme von Frauen für Frauen und vom Label freudig unterstützt.

„SASAMI“ ist also ein Album voller Emotionen und Kraft, verpackt in tolle Musik. Das Video zu Jealousy unterstreicht diese Aussage von mir perfekt.

Sasami Ashworth – „SASAMI“ erscheint am 08.03.2019 via Domino/GoodToGo.

 

Worldwide Tour Dates:
02/27 − Berlin, Germany @ Badehaus
02/28 − Hamburg, Germany @ Aalhaus
03/02 − Copenhagen, Denmark @ Bakken
03/04 − Brussels, Belgium @ Botanique Witloofbar
03/05 − Amsterdam, Netherlands @ Paradiso (Upstairs)
03/06 − Paris, France @ Pop-Up Du Label
03/08 − London, UK @ The Lexington
03/12 – 03/16 − Austin, TX @ SXSW
04/03 − Los Angeles, CA @ The Echo
04/08 − San Francisco, CA @ Rickshaw Stop
04/11 − Portland, OR @ Dough Fir
04/12 − Seattle, WA @ Barboza
04/13 − Vancouver, BC @ Fox Cabaret
04/17 − Denver, CO @ Lost Lake
04/19 − Des Moines, IA @ Vaudeville Mews
04/20 − St. Paul, MN @ Amsterdam Bar and Hall
04/23 − Chicago, IL @ Schubas
04/24 − Detroit, MI @ Pike Room
04/25 − Toronto, ON @ Baby G
04/26 − Montreal QC @ Quai Des Brumes
04/27 − Boston, MA @ Brighton Music Hall
04/29 − Philadelphia, PA @ PHilaMOCA
04/30 − Brooklyn, NY @ Elsewhere
05/03 − Washington, DC @ DC9
05/04 − Pittsburg, PA @ Club Cafe
05/05 − Columbus, OH @ Rumba Cafe
05/06 − Nashville, TN @ The Basement
05/08 − Dallas, TX @ Three Links
05/09 − Austin, TX @ Barracuda