Scarabæusdream – „Crescendo“

Dramatisch, pedantisch, schön und wild

„Crescendo“ ist bereits das dritte Album des Duos aus Österreich. Die zwei Musiker beweisen mit ihrer Musik sehr eindrucksvoll wie gut die Kombination aus Piano und Schlagzeug sein kann.

Scarabeusdream

Das Musikmachen von Scarabæusdream kann man als andauernde Ekstase beschreiben. Bernd Supper (Piano und Gesang) und Hannes Moser (Schlagzeug) betreiben ihre Musik auf eine beinahe manische Art und Weise. Wenn es um ihre Musik geht kennen sie keine Kompromisse und so ist was am Ende aus den Lautsprecherboxen bricht ein echtes Spektakel. Vielleicht spricht man auch deshalb von einem zweiköpfigen Orchester.

„Crescendo“ entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten Johannes Cap, der es versteht die Musik der Beiden auf den Punkt zu bringen. Auf der neuen Platte spannt sich der konzertante Bogen von mitreißender Posthardcore-Manie bis hin zu grell-präzisen Pop-Blitzen.

Mit ihren Arrangements schaffen sie eine musikalische und emotionale Fallhöhe, die ich so bisher nur bei einigen Queen-Songs erlebt habe. Hier werden keine dünnen Brettchen gebohrt, hier werden meterdicke Soundwände aufgebaut um gleich darauf durchbrochen zu werden.

„Crescendo“ ist ein umwerfend gutes Album. Musik zwischen Klassik, Posthardcore-Gesang und Pop, anspruchsvoll vom ersten bis zum letzten Track und dabei so voller positiver Energie. Das darf man sich nicht entgehen lassen.

Scarabæusdream – „Crescendo“ erscheint am 19.01.2019 via Noise Appeal Records im Vertrieb von RoughTrade.