Sparta – „Trust The River“

Rückkehr nach 14 Jahren

Vierzehn Jahre Abstinenz, das muss man erst mal bringen. Sparta, die Band des Ex-At The Drive-In Gitarristen Jim Ward kriegt das hin.

Jim Ward ging es in seiner sehr langen musikalischen Karriere nie um Geld, Eitelkeiten oder eine große Erzählung bei der er im Mittelpunkt steht. Ward ging es immer – so sagt er jedenfalls – um die Melodie und die dazugehörigen Texte. Ein bisschen Eitelkeit wird wohl schon dabei sein, denn diese ist ja auch die Triebfeder des Künstlers. Aber gut.

Bereits 2017 begann Jim Ward an neuen Songs zu arbeiten. Es sollte wieder mehr Wert auf Riffs und Gitarrenparts gelegt werden. Da rief er seinen guten Freund Matt Miller an, mit dem er vor 20 Jahren die Band Sparta gründete und so nahm Album Nummer 4 Gestalt an.

Nicht das Ward bis 2017 nichts getan hätte. Nachdem er mit At The Drive-In durch war veröffentlichte er diverse Solo-Alben und startete zuletzt als “Sleepercar” ein Alt-Country-Projekt. Auf „Trust The River” mischen sich diese Einflüße hörbar in den Sparta-Sound. Der gute alte Sparta-Sound steckt immer noch mit einem Bein im Alternative-Rock und im Post-Hardcore, während er mit dem anderen Bein in bedeutend ruhigeren Gefilden steckt, die hin und wieder an Bruce Springsteen erinnern.

Dass seine melancholische Seite nun auf den Sound seiner Jugend stößt, war “ein ganz natürlicher Prozess, der sich für mich schon lange angedeutet hat” findet Ward.

Die neuen Songs von Sparte sind tatsächlich ein gelungener Mix aus der heftigen Musik von einst und den deutlich entspannteren neuen Parts. Diese Melange hört sich prächtig an, denn auch sie steckt voller Kraft und die neuen Songs geben diese Kraft weiter.

Sparta – „Trust The River“ erscheint am 10. April 2020 via Dine Alone Records.