Terez Sliman – “When The Waves”

Musikalische Grüße vom östlichen Mittelmeer

Ursprünglich sollte der Beitrag mit Grüßen aus Haifa beginnen, ist Haifa doch die Heimat der palästinensischen Sängerin Terez Sliman. Aber sie hat das Album nicht allein gemacht. Mit dabei war auch Raymond Haddad, der nicht aus Haifa, sondern einem Dort im nördlichen Galiläa kommt.

Die Ortsangabe östliches Mittelmeer ist also in jedem Fall richtig und zu dem vermeidet man es mit dieser Formulierung irgendwem auf die Füße zu treten. Somit wird niemand zornig und ohne Zorn hat Frieden eine echte Chance. Ach wenn es doch nur so einfach wäre.

Terez Sliman ist in ihrer Heimat eine etablierte Künstlerin. Geboren wurde sie 1985 in Haifa und musikalisch ist sie im Bereich der arabischen und palästinensischen Musik einzuordnen. Aus unserem Blickwinkel würde man sie im Bereich New Folk und Weltmusik verorten. Alles ist zutreffend und hat, spätestens nach dem erstmaligen Anhören, seine volle Berechtigung.

Mit an Bord ist Raymond Haddad, ein Komponist, Bassist und Keyboarder aus einer christlich-palästinensischen Gemeinde. Heute pendelt er viel zwischen Haifa und Berlin und ist bei vielen Projekten mit an Bord.

Kommen wir zu „When The Waves“: es ist wohl ihr mittlerweile drittes Album. Musikalisch ist sie sich treu geblieben, doch hat sie ihren Stil erkennbar weiterentwickelt. „When The Waves“ ist ein sehr kraftvolles Album, mit weichem Sound und wunderschönen Melodien – die ihre Herkunft nicht verleugnen. An passenden Stellen geht sie gern durch Grenzbereiche der Musik und tuschiert dabei Rap und Electronica, was dem Album noch mehr Farbe gibt. Produziert wurde das Album in Oalo und Nazarath.

Auf „When The Waves“ sind 9 Tracks zu hören, die alle ihre Daseinsberechtigung haben und die jeder für sich auch das Zeug zum Lieblingslied mitbringen. Zudem passt das Album bestens in den Sommer und lässt sich ganz prima mit einer Flasche Rosé im Sonnenuntergang genießen.

„When The Waves“ erscheint am 19. Juni 2020 via KKV im Vertrieb von Indigo