Verstörend, bildgewaltig, dystopisch
Für die Ärztin Hanna – gespielt von Nina Hoss – hat sich durch eine ansteckende Krankheit alles verloren. Sie hat alles verlören und als Infizierte ist sie Überträgerin des Virus und wird von der Gesellschaft ausgeschlossen.
Hanna hat sich in die Einsamkeit der Berge zurückgezogen. Hier hat sie zumindest eine Chance. In der alpinen Wildnis wird sie zur Einzelkämpferin. Eines Tages trifft sie auf eine junge Frau, die auch zu diesen Ausgegrenzten zählt.
An diesem Punkt ändert sich alles für Hanna. Sie nimmt sich der jungen Frau an und gemeinsam wollen sie über die Alpen nach Süden. Im Süden, so sagt man soll noch ein Leben in Freiheit möglich sein.Mit „Die andere Seite“ liefert die Regiesseurin und Drehbuchautorin Mariko Minoguchi nach ihrem gefeierten Spielfilmdebüt „Mein Ende. Dein Anfang.“ ihre zweite Kinoregiearbeit ab. Vor einer rauen, aber auch atemberaubenden Bergkulisse entfaltet der Film seine volle Wucht und erzählt von Flucht, Freiheit und Grenzerfahrungen.
In der Rolle der Hanna begeistert Nina Hoss, die wieder einmal mit einer präzisen und zutiefst menschlichen Performance begeistert.
Dieser Film liefert in 106 Minuten sowohl wunderschöne als auch verstörende Bilder, Szenen von großer Herzlichkeit und Wärme aber auch von Angst und Gewalt.
Mit Nina Hoss spielten auch Precious Mariam Sanusi und Barbara Petritsch. Irgendwie ist „Die andere Seite“ auch der Blick in ein Paralleluniversum, in ein mögliches alternatives Szenario der Corona Pandemie. Und so ist dieser Film ist tatsächlich verstörend, bildgewaltig und dystopisch. Es is kein Sonntag-Nachmittagsfilm aber über diesen Film lässt sich hervorragend Reden und vielleicht auch Streiten.
Ab 22. Oktober in den Kinos.






